Nach dem 05.03.2026 und 08.05.2026 findet in Gelsenkirchen am 25.09.2026 wieder eine Schulstreik-Demo gegen die Wehrpflicht statt. Die streikenden Schülerinnen und Schüler werden sich aller Voraussicht nach wieder morgens am Heinrich-König-Platz treffen um gemeinsam an Gelsenkirchener Schulen vorbeizumarschieren. Auch Menschen, die die Schulzeit bereits lange hinter sich gelassen haben, sind herzlich eingeladen, sich mit den Jugendlichen zu solidarisieren und mitzumarschieren.
Zur Zeit sind der genaue Treffpunkt und die Uhrzeit noch nicht festgelegt. Sobald die Daten feststehen werden sie an dieser Stelle veröffentlicht.
Der Kreisverband Gelsenkirchen der VVN-BdA ruft auf zur Solidarität und Teilnahme an der folgenden DGB-Veranstaltung:
Die Bundesregierung hat ihr Reformpaket vorgelegt und plant Einschnitte bei Rente, Pflege, Krankenversicherung, Elterngeld und vielem mehr. Das machen wir nicht mit! Wir brauchen Reformen, die den Sozialstaat stärken und nicht kaputtsparen! Deshalb rufen der DGB und seine Gewerkschaften zu einem Aktionstag mit Kundgebung auf. Wir laden Gewerkschafter*innen und alle anderen Sozialstaatsretter*innen aus NRW ein: Kommt nach Essen und zeigt den Sozialstaatskürzungen die Rote Karte! Bringt eure Freund*innen und Kolleg*innen mit zu unserer großen Kundgebung und lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen setzen: Hände weg von unserem Sozialstaat!
Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.
Anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern rufen die Organisationen „NRW Verbot Jetzt – NRW Apell“, „PRÜF NRW“, und „Düsseldorf stellt sich quer“ zu einer gemeinsamen Demo am 12. September auf.
Datum: 12. September 2026 Start: 14 Uhr Ort: Immermannhof, Düsseldorf
Auch 80 Jahre nach ihrer Gründung in Düsseldorf am 26. Oktober 1946 sind die Aufgaben der VVN entsprechend dem Schwur von Buchenwald vom 19. April 1945 hoch aktuell: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Die Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!.“ Die wechselvolle Geschichte der VVN-BdA in Nordrhein Westfalen ist uns in diesem Jahrzehnt besonders zu Antifaschismus und Frieden eine Herausforderung. Trotz alledem sind 80 Jahre VVN in NRW auch ein Grund zum Feiern!
Mit einer gemeinsamen Kulturveranstaltung von VVN-BdA NRW und dem VVN-Kreisverband Bochum soll an die Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 1946 in Bochum und in Nordrhein-Westfalen erinnert werden. 1972 wurde die Organisation für alle Antifaschistinnen und Antifaschisten geöffnet und um den Zusatz Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten ergänzt.
Auf der Veranstaltung am 26. September 2026 in der KoFabrik in Bochum soll in Streiflichtern an die vergangenen 80 Jahre erinnert und ein Ausblick auf die Zukunft des Antifaschismus gegeben werden. Hierzu wird der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), Dr. Ulrich Schneider sprechen.
Auch ein vielfältiges Programm mit Kabarett, Liedermachern und der politischen Rock- und Folkband Grenzgänger aus Bremen ist geplant.
Als Eintrittskarten können Solikarten bei den VVN-Kreisvereinigungen oder bei der Landesvereinigung erworben werden. Die e-mail-Adresse der Geschäftsstelle der VVN-NRW lautet:
In der Veranstaltungsreihe „Roter Salon“ im Werner-Goldschmidt-Salon waren am 9.6. auf Einladung der VVN Gelsenkirchen, zusammen mit den Parteien Die Linke sowie DKP und der Marx-Engels-Stiftung Wuppertal, der Bremer Jurist, Publizist und Bürgerrechtsanwalt Dr. Rolf Gössner sowie der Vorsitzender der FiR (Féderation International des Résistances, Internationale Vereinigung der Widerstandskämpfer) und Ehrenvorsitzender der VVN Bund Dr. Ulrich Schneider aufgetreten, um zum Thema „Wie lässt sich die fortschreitende Rechtsentwicklung aufhalten? Helfen (uns) Verfassungsschutz und AfD-Verbot im Kampf gegen Rechts“ zu referieren:
In seinen Ausführungen begründete Ulrich Schneider u.a.: Gemäß der von Erich Kästner angesichts des drohenden Faschismus in Deutschland geäußerten Forderung, man müsse den Schneeball zertreten, ehe er zur Lawine wird, die Forderung der VVN, ein Verbotsverfahren gegen die AfD zu beantragen. Er führte aus, dass die AfD in ihrer mehrheitlichen politischen Ausrichtung verfassungswidrig sei. Lt. dem in unserer Verfassung verankerten Grundsatz “Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sei die politische Programmatik und Praxis der Partei diesem Verfassungsgrundsatz diametral entgegengesetzt. Sie verbreite völkisch-rassistisches Gedankengut. Sie störe den gesellschaftlichen Frieden, weil sie Terror ausübe – nicht selbst aber in Verbindung zum gewalttätigen terroristischen Milieu. Sie ist verbunden und vernetzt mit parlamentarischen Gremien, deren Personal zu 50 Prozent einer gefestigten neonazistischen Ideologie anhingen. Dazu käme die Alimentierung der Partei mit öffentlichen Mitteln. Die Kommunen haben keine Handhabe, die Inanspruchnahme des öffentlichen Raums (durch die AfD) zu verweigern. Ob es zu einem Verbotsverfahren kommt oder nicht, sei zwar von Verfassungsorganen abhängig, die Gründe für ein Verbot seien aber zwingend, weil die AfD das friedliche Zusammenleben in der Gesellschaft erheblich störe.
Rolf Gössner stellte fest, dass der Aufstieg der AfD in der Wählergunst vor allem darauf zurückzuführen sei, dass sie als Antipartei gegen das Parteienestablishment wahrgenommen werde. Ein Verbot sehe er als Eingriff in die FDGO und daher als letztes Mittel an. Er nennt zahlreiche Gründe für ein mögliches Scheitern des Verbotsantrags, Unter anderem käme er: zu spät, da inzwischen 30 – 40 Prozent der Wähle sie wählten, davon ein erheblicher Teil der arbeitenden Bevölkerung. Im Bundestag sei sie inzwischen die stärkste Partei. Ein Verbotsverfahren würde einen erheblichen Teil der Wahlbevölkerung auf die Barrikaden treiben, auch dadurch geriete der demokratische Friede in Gefahr. Das Verbotsverfahren gründe sich auf Erkenntnissen des Verfassungsschutzes, mit seinen Länderbehörden, Es erstaune ihn sehr, dass auch gerade die linken und fortschrittlichen Kräfte sich dabei auf dessen „Erkenntnisse“ stützten und damit dem Verfassungsschutz Legitimität und Vertrauenswürdigkeit entgegenbrächten. Die zahlreichen Skandale im und um den Verfassungsschutz seien hinreichend bekannt, nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem NSU. Ein Verbotsantrag gegen die NPD scheiterte zuletzt daran, dass der Verfassungsschutz zahlreiche Agenten und V-Leute in die Partei platziert hatte. Wie die Begründung für die Einstellung des Verfahrens feststellte, zu viele, um ein Verbotsverfahren erfolgreich durchsetzen zu können. Ein Fiasko, so Gössner. Er warnt vor der Gefahr zahlreicher Fallstricke und strategischer Risiken. Immerhin benötige ein Erfolg im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht eine Zweidrittelmehrheit des Senats. Inzwischen gebe es seit 2025 ein geleaktes Verfassungschutz-Gutachten zur Hochstufung der AfD vom „Verdachtsfall auf gesichert rechtsextrem“, zu dem das Kölner Verwaltungsgericht einen Zwischenbescheid erlassen hat, wonach verfassungsfeindliche Tendenzen der Partei nicht das Gesamtbild prägten. Das mache einen Erfolg des Verfahrens noch unwahrscheinlicher. Sein Fazit lautet: Verfassungsschutz bekäme noch mehr politischen und medialen Aufwind. Techokratische, autoritäre Lösungen im Kampf gegen die AfD reichten nicht. Die wichtigste Strategie und Lösung des Problems sieht er darin, den politischen Widerstand gegen die derzeitige Politik zu verstärken, und dabei den Mittelstand stärker einzubeziehen.
Die Vorträge lösten eine lebhafte Diskussion aus, der sich die beiden Referenten engagiert stellten. Angesichts der Brisanz des Themas, gerade für Gelsenkirchen, hätte die Beteiligung an der Veranstaltung noch größer sein müssen (30 Besucher, davon viele Anwesende kamen von außerhalb). Die Zurückhaltung lässt sich sicherlich auch auf die Scheu der Presse in Gelsenkirchen zurückführen, von der Veranstaltung überhaupt Kenntnis zu nehmen und entsprechend über sie zu berichten. (UM)
Helfen (uns) Verfassungsschutz und AfD-Verbot im Kampf gegen Rechts?
Die ungebremste Rechtsentwicklung in Deutschland sorgt in linken und demokratischen Kreisen seit Jahren für heftige Diskussionen darüber, wie sie zu stoppen ist. Viele identifizieren den Rechtstrend vor allem mit dem rasanten Aufstieg der AfD; die Forderung nach einem AfD-Verbot steht daher für sie im Mittelpunkt ihrer Strategie gegen Rechts. Unter welchen Voraussetzungen wäre es überhaupt möglich, eine Partei mit einem derartigen Masseneinfluss zu verbieten? Welche historischen Beispiele gibt es dafür?
Andere Positionen nehmen das gesamte politische System in den Blick und weisen darauf hin, dass der Rechtstrend längst auch dessen klassische Parteien erfasst hat. Ein AfD-Verbot würde deshalb nicht ausreichen. Nötig wäre vielmehr vor allem, die staatlichen, politischen und gesellschaftlichen Ursachen der Rechtsentwicklung stärker in den Blick zu nehmen und sie zum Ausgangspunkt für entsprechende politische Konzepte und Aktionen zu machen. Unter diesem Gesichtspunkt wäre etwa der Verfassungsschutz mehr Teil des Problems als der Lösung.
Um diese strategische Grundsatzfrage qualifiziert zu diskutieren haben wir zwei profilierte Referenten eingeladen, die sich seit Jahrzehnten im Kampf gegen Rechts und für die Erhaltung demokratischer Rechte engagieren. Zum AfD-Verbot vertreten sie unterschiedliche Positionen, die sie unter Rückgriff auf ihre langjährigen politischen Erfahrungen begründen und anschließend mit uns diskutieren werden.
Dr. Rolf Gössner ist Publizist und Jurist, Kuratoriumsmitglied der „Internationalen Liga für Menschenrechte“ und Mitherausgeber des jährlichen „Grundrechte-Reports“. Er war Rechtsanwalt und stellvertretender Richter am Staatsgerichtshof Bremen, Autor zahlreicher Bücher zu Demokratie, Innerer Sicherheit und Bürgerrechten.
Dr. Ulrich Schneider ist Historiker und Publizist, war viele Jahre Mitglied im Bundessprecherkreis der VVN-BdA und ist weiterhin Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), er ist ebenfalls Autor zahlreicher Buchveröffentlichungen.
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Roter Salon“ und findet am kommenden Dienstag, 09.06.2026, um 19.00 Uhr im Werner Goldschmidt Salon, Wildenbruchstraße 15-17, in Gelsenkirchen statt. Der Eintritt ist frei, Getränke und Knabbereien sind vorhanden.
Der „Rote Salon“ ist ein Treffpunkt für kulturelle und politische Veranstaltungen, für kontroverse Debatten und solidarischen Austausch. Sein Ziel ist die Förderung eines kritisch-fortschrittlichen Diskussionszusammenhanges und die Stärkung der demokratischen Gegenöffentlichkeit in Gelsenkirchen und darüber hinaus. Die Veranstaltungen werden organisiert vom Kreisverband Die LINKE Gelsenkirchen, der VVN-BdA Gelsenkirchen, der DKP Gelsenkirchen sowie von weiteren demokratischen Gruppierungen und Initiativen.
„Alle zusammen gegen den Faschismus“ demonstriert anlässlich der ersten Ratssitzung am 10.12.2025 um 14 Uhr vor dem Hans-Sachs-Haus gegen die AfD im Rat der Stadt Gelsenkirchen.
Wehrpflicht? Nicht mit uns!Unsere Jugend ist kein Kanonenfutter!
Antikriegstagam Montag, 01.09.2025, 17.00 Uhr auf dem Heinrich König-Platz in Gelsenkirchen.
Veranstalter ist das Gelsenkirchener Bündnis gegen Aufrüstung und Militarisierung.
Worum geht es?
Deutschland rüstet auf. Mit Milliardensummen soll das Land „kriegstüchtig“ gemacht werden. Das Geld dafür fehlt in Gelsenkirchen schon jetzt überall: bei Krankenhäusern und Pflege, Rente und Sozialleistungen, Bildung und Kitas, Bahn und Nahverkehr. Und die Sparpolitik hat noch nicht einmal richtig begonnen.
„Begründet“ wird all das mit der Behauptung, Russland wolle uns angreifen. Mit diesem schon seit dem 1. Weltkrieg genutzten Bedrohungsszenario wollen die nicht an Entspannung interessierten Kräfte in Politik, Militär, Rüstungsindustrie und Medien uns dazu bringen, ungehemmter Hochrüstung und Kriegsvorbereitung zuzustimmen. Schon seit langem schlummernde Großmachtpläne sollen nun endlich wahr werden.
Kern des Aufrüstungsprogramms ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Sie kann junge Männer zu Zwangsdiensten verpflichten und für deutsche Wirtschaftsinteressen in alle Welt schicken, wenn sich nicht genug Freiwillige melden.
Das Gelsenkirchener Bündnis gegen Aufrüstung und Militarisierung ruft alle Gelsenkirchener*innen und insbesondere alle Jugendlichen und alle Eltern auf, sich dieser gefährlichen Politik zu verweigern.
Sagt Nein!
Was wir brauchen sind nicht Aufrüstung und aggressive Drohgebärden, sondern Diplomatie und Entspannungspolitik für gemeinsame Sicherheit in Europa.
Demonstrieren wir gemeinsam für ein friedliches Deutschland und für ein lebenswertes Gelsenkirchen.
Am kommenden Dienstag, den 19. August um 15 Uhr, veranstaltet die AfD Gelsenkirchen auf dem Heinrich-König-Platz ihren Wahlkampfauftakt zur Kommunalwahl.
Wir lassen diesen Auftritt der gesichert rechtsextremen Partei in unserer Stadt nicht unkommentiert und rufen zum Gegenprotest ab 14:30 Uhr vor der Sparkasse am Neumarkt auf.
Unter dem Motto „Alle zusammen gegen den Faschismus“ wollen wir lautstark gegen die Veranstaltung demonstrieren. Alle Chöre und Sänger*innen sind herzlich eingeladen, sich am Rudelsingen gegen die AfD zu beteiligen. Es wird auch ein offenes Mikro für Wortbeiträge geben.
Wir sind die Aktionseinheit aus Organisationen, Parteien und Einzelpersonen, die schon zu Protestaktionen gegen den Aufmarsch von „Die Heimat“ am 1. Mai 2025 aufgerufen hat.
Seid dabei, bringt alles mit, was Krach macht und ölt eure Stimme!
Die faschistische Partei „Die Heimat“ (vormals NPD) und ihre Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ (JN) rufen unter dem Motto „Arbeit – Freiheit – Remigration“ zu einer Demonstration am 1. Mai in Gelsenkirchen auf. Neben ihrer zentralen Demonstration in Gera soll damit auch in Gelsenkirchen der Faschismus auf die Straße getragen werden. Ein Zusammenschluss aus Organisationen, Parteien und Einzelpersonen mit dem “Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung” und dem Bündnis „Widersetzen“ ruft die Stadtbevölkerung auf, sich zu widersetzen, zu protestieren und an den antifaschistischen Erfolg vom 1. Mai 2015 anzuknüpfen: Damals konnte eine Demonstration der Partei „Die Rechte” aus Essen nach Gelsenkirchen erfolgreich verhindert werden.
Bei der traditionellen 1. Mai-Demonstration des DGB (Start um 10:15 Uhr am Margarethe-Zingler-Platz, vorher um 9:30 Uhr Interreligiöse Andacht, Sammeln ab 9 Uhr) ist für alle Interessierten eine Abzweigung in Höhe des Musiktheaters geplant, um in Richtung Bahnhofsvorplatz zu demonstrieren. Dort findet ab 11:15 Uhr eine Kundgebung mit dem Titel “Alle zusammen gegen den Faschismus” statt. In unmittelbarer Nähe soll auch der Aufmarsch der “Heimat” um 12 Uhr starten.
Im Anschluss an die Kundgebung erfolgt eine weitere Gegendemonstration über die Route Bahnhofsvorplatz, Husemannstraße, Vattmannstraße, Von-Oven-Straße, Hansemannstraße, Hauptstraße, Im Lörenkamp, Kirchstraße, Neumarkt mit dem Zielpunkt Heinrich-König-Platz. Hier findet ab 14 Uhr eine große Abschlusskundgebung vom “Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Ausgrenzung” mit einem bunten Programm aus Wort- und Musikbeiträgen statt. Kommt zahlreich und macht deutlich, dass Gelsenkirchen keine Heimat für Faschisten ist!